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Warum Liebe so gesund ist: Gibt es Frühlingsgefühle wirklich?

Die Frühlingswonnemonate haben begonnen und ein herrliches Gefühl von Leichtigkeit und Aufbruch macht sich in der Natur und in unseren Gemütern breit. Neben der Frühjahrsmüdigkeit sind auch die Frühlingsgefühle sprichwörtlich geworden – im Frühling, so heißt es, sei das Bedürfnis der Menschen, sich neu zu verlieben, besonders hoch.

Umstrittene Frühlingsgefühle

Ob es die Frühlingsgefühle wirklich gibt, ist in der Forschung umstritten. Tatsache ist, dass Sonnenlicht und Wärme einen direkten Einfluss auf unseren Hormonhaushalt haben – doch für die meisten Menschen spielt der Wechsel der Jahreszeiten keine so große Rolle mehr wie früher. Dank Klimaanlagen, Sonnenreisen und künstlichem Licht ist unser Körper dem natürlichen Wechselspiel weitgehend entzogen.

Licht regt Glückshormone an

Trotzdem wirkt sich das vermehrte Sonnenlicht mit Frühlingsanfang auf die Konzentration der beiden Glückshormone Dopamin und Serotonin aus. Wir fühlen uns motiviert und glücklich. Angst und Hemmungen nehmen ab. Das hebt die Lust auf einen kleinen Flirt. Hinzu kommt, dass die steigenden Temperaturen auch den Blick auf mehr Haut und Körperformen freigeben – auch das stärkt die Flirtlaune.

Frühlingsduft macht Laune

Licht und Wärme sorgen auch dafür, dass unsere Sinne nach der trüben und grauen Winterzeit angeregt werden. Sonnenlicht und frisches Grün geben Farbimpulse an unser Gehirn, nach denen es nach der langen Winterzeit regelrecht ausgehungert ist. Durch die Wärme und die austreibende Natur gelangen Duftmoleküle in unsere Nase – und beeinflussen unser Unterbewusstsein.

Nur ein Teil der Wahrheit

Wissenschaftlich belegen lassen sich also vor allem die Glückshormone Serotonin und Dopamin, die im Frühjahr mit den steigenden Sonnenstunden vermehrt ausgeschüttet werden. Wer glücklich ist, hat Lust sich zu verlieben, insofern lassen sich auch die Frühlingsgefühle medizinisch begründen. Der Frühling als Phänomen, das alles erneuert, beflügelt auch die Menschen und findet seinen Niederschlag in Kunst, Literatur und Mode – und eben auch in der Liebe.

Kein Einfluss auf die Geburtenrate

Auf die Geburtenrate hat die Frühlingsstimmung allerdings tatsächlich keinen messbaren Einfluss – die meisten Kinder werden um Weihnachten und Silvester herum gezeugt und kommen im Herbst auf die Welt.

Lesen Sie in der nächsten Folge von „Warum Liebe so gesund ist: Feuerwerk der Botenstoffe".

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